Die Geschichte der Reichmannsdorfer Wehr

Geschichte der Wehr

Auszug aus der Festzeitschrift "125 Jahre FFW Reichmannsdorf (1997)

Aus der Festzeitung (1997) übernommen :


Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen über die Freiwillige Feuerwehr Reichmannsdorf stammen aus dem Jahre 1885; im Titelblatt des Mitgliederverzeichnisses unserer

Wehr steht wörtlich:

Stammliste der Freiwilligen Feuerwehr Reichmannsdorf, gegründet am 9. Marz 1871

angelegt von dem Hauptmann der FFW am 1.Juli 1885

Ein Zusatz besagt, wiederum wörtlich:

"Da von der Gründung der Feuerwehr bis jetzt noch keine genaue Namensliste geführt

wurde, so kann von den älteren Mitgliedern nicht Monat und Tag, sondern bloß das

Eintrittsjahr angegeben werden."

Hauptmann

K. Matti

Langwierige Nachforschungen in der Bayer. Staatsbibliothek durch Herrn Hartmann,

München, ergaben, dass das angegebene Gründungsdatum (9.3.1871) wirklich den

Tatsachen entspricht.

Siebzehn aufgeschlossene Männer taten sich damals zusammen. Bis zum Jahre 1888 erweiterte sich die Zahl der Wehrmänner auf 59. In diese Zeit fällt überhaupt eine verstärkte Aktivierung und bessere Ausrüstung unserer Wehr der damalige Hauptmann Karl Mattik und Vorstand Franz Dippold beschließen, sich wegen der schlechten Finanzlage direkt an das Bayer. Königshaus zu wenden. In ihrem Bittgesuch schreiben sie am 3. Januar 1887 in der Gemeinde Reichmannsdorf, König. Bez.- Amt Bamberg Il, besteht seit 15 Jahren eine freiwillige Feuerwehr von 50 Mann. Von dieser Feuerwehr sind nur ca.18 Mann teilweise und die übrigen 32 gar nicht ausgerüstet. Für Letztere wäre ein Aufwand von 384 Mark, und zwar im geringen Ansatz zu 12 Mark per Mann notwendigan Löschgeraten sind noch erforderlich.

 

eine Stutzleiter zu 40,-Mark

eine Handspritze mit Sauger 350 Mark

30 mtr. Schlauche hierzu, a 2, 50 Mark.    75 Mark

Das wäre ein Aufwand von ca. 849 Mark

 

Die Mitglieder der Freiw. Feuerwehr gehören sämtlich der geringbemittelten Klasse

an, während die ganze Einwohnerschaft mit wenigen Ausnahmen zu dieser Klasse, dass bei einer solchen Belastung der ohnehin gering bemittelten und mit Hypotheken

Schulden überhäuften Gemeindemitglieder nicht auch noch für die Feuerwehr besonders große Opfer gebracht werden können, wird keiner weiteren Auseinandersetzungen bedürfen, und die Feuerwehr wird, wenn derselben keine Unterstützungenzufließen, noch lange in ihrer notdürftigen, keineswegs zweckentsprechenden Ausrüstungleiden müssen. Nach Schilderung obiger tatsächlicher Zustande wird daher die Bitte gerechtfertigt erscheinen.

Eine Hochwohlgeboren Feuerversicherungsgesellschaft wolle der freiw Feuerwehr

Reichmannsdorf aus dem ihr zur eigenen Verfugung zu Zwecken der Feuersicherheit

überlassenen Gewinnanteiles einen Zuschuss zu ihrer oben angeführten Ausweisung zufließen lassen.

„Der geneigten Gewährung unserer Bitte vertrauensvoll entgegensehend zeichnen

Hochachtungsvollst“.

Dass diese Bitte nicht ungehört blieb, beweist das Schreiben Nr. 4085 des Kgl. Bezirksamtes Bamberg II vom 30. Juni 1888

Betreff:

Die Verwendung des Seiner Majestät, dem Könige zur aller höchst unmittelbaren Verfügung vorbehaltenen Gewinnanteiles der München-Aachener Mob u. Feuervers. Gesellschaft für das Jahr 1887

Seine Königl. Hoheit, Prinz Luitpold, des Königr. Bayern Verweser, hatten sich zufolgehöchsten Entschlusses des k. Staatsministeriums des Innern vom 12. Des Monats

allergnädigst bewogen gefunden, aus dem der Allerhöchst unmittelbaren Verfügung

vorbehaltenen Gewinnanteile der M.A. Mob. Feuervers. Ges. für das Jahr 1887 der 

Feuerwehr Reichmannsdorf zur Vervollständigung der Ausrüstung u der

Feuerlöschgerätschaften eine Unterstützung von 100 Mark zu bewilligen

Indem dieser Betrag anbei zur Auszahlung an die freiw. Feuerwehr übersendet wird,

ergeht der Auftrag, die anliegende Quittung vom Vorstand und Kassier unterschriebenumgehend wieder anher einzusenden.

Über die bestimmungsgemäße Verwendung der Unterstützung ist bis zum 1.September d. Jahres Nachweis anher vorzulegen.

 

v Scheuerl K. Assessor

 

Dass man bei allerhöchster Stelle sehr genau auf die sach- und ordnungsgemäße Ausgabe von Zuschüssen achtete und diese genau überprüfte, beweist das Schreiben 6677des Konigl. Bezirksamtes Bamberg II vom 28 Dezember 1888

Der jenseitigen freiw. Feuerwehr wurden in dem Zeitraum von 1876-1888 außer

obigen 20 Mark aus Kreis- und Distriktfonds, dann aus dem Gewinnanteile der München-Aachener-Feuerversicherungsgesellschaft an Unterstützungen der erheblicheBetrag von 525 Mark zugewendet, eine Summe, wie sie keine andere Feuerwehr des Bezirks auch nur annähernd erhalten hat Gleichwohl ist die jenseitige freiw. Feuerwehr noch immer höchst mangelhaft uniformiert, was nicht der Fall sein konnte, wennobige Unterstützungen zweckentsprechend doch ausschließlich für die Uniformierung und Ausrüstung verwendet worden waren. Es besteht daher zu der VermutungVeranlassung, dass mit obigen Zuschüssen anderweitige Ausgaben bestritten wurdenweshalb der Auftrag ergeht, den Vorstand der freiw. Feuerwehr im diesseitigen Namenanzuweisen, inner obiger Frist den mit den erforderlichen Belegen versehenen Nach-

weis darüber vorzulegen, in welche Weise und zu welchem Zwecke die in Frage stehenden 525 Mark verwendet worden sind.

 

Heuer

König. Regierungs-Rath

 

Am 15 Dezember 1889 wird jedoch den verantwortlichen Männern unserer Wehr

bescheinigt:

Aus dem vorgelegten Tagebuchauszug samt Belegen wurde entnommen, dai die der

jenseitigen Feuerwehr bewilligten Unterstützungen richtig vereinnahmt und zweck

entsprechend verwendet wurden

Tagebuchauszug samt Quittungen folgt anruhend zurück.

 

Heuer

Königl. Regierungs-Rath

In der Zwischenzeit hatte unsere Wehr auch ihre erste wirkliche "Feuertaufe" bestanden Bei einem Großbrand am 21.5.1888 wurden zwei Scheunen der heutigen Anwesen Hans Seiermann Nr 24 und Söllmann Nr: 25 völlig vernichtet. Nur dem tatkräftigenEingreifen der damaligen Wehrmänner ist es zu verdanken, dass das Feuer nicht auchauf die nahen Wohnhäuser und Scheunen übergreifen konnte.

Einer der ältesten Einwohner Reichmannsdorfs, der heute 82jahrige Altschreinermeister

Josef Kaim, war damals 5 Jahre. Er kann sich noch an diesen Brand erinnern und erzählt.

„Ich weil noch genau, dafs dieser Brand an einem Samstagnachmittag ausbrach Die

beiden Hornisten Hofmann Sebastian und Schneider Georg gaben Alarm Sofort rückte unsere Wehr unter dem damaligen Revierförster Karl Mattik als Hauptmann aus.

Adjutant war damals Michael Schlick, der später ein gottbegnadetes Alter von 103

Jahren erreichte. Stark Franz hatte damals die gesamten Steiger unter seinem Kommando.

Unter der Leitung des damaligen Bürgermeisters Hertrich, der hauptamtlich Gendarm

gewesen ist und im heutigen Anwesen Robert Hemmerlein wohnte, bildete die Gesamtbevolkerung Reichmannsdorfs Eimerketten Eingesetzt wurde damals die heutenoch vorhandene Druckpumpe, die von Pferden gezogen und von acht Mann bedientwerden muuste-

Wir Jungens durften damals nicht ins Dorf, weil uns die Älteren vertrieben; wir konnten deshalb den Verlauf des Brandes nur vom erhöhten Standpunkt des berggebieteswo wir wohnten, beobachten

Unsere Wehr der damals nach Gemeinderatsbeschluss jeder männliche Einwohner ab

18 Jahren angehören musste, gelang es zwar trotz heldenhaften Einsatzes nicht mehr die schon lichterloh brennenden Scheunen zu retten, sie konnte jedoch ein Übergreifen der Flammen auf die ebenfalls stark bedrohten Wohnhäuser verhindern

Völlig abgebrannt sind damals die Scheunen der Familie Söllmann (auch heute noch

Söllmann) und der Familie Kohn (heutige Scheune Hans Seiermann) Die Familie Kohnwanderte nach diesem furchtbaren Brand nach Amerika aus.

Neben der Freiwilligen Feuerwehr gab es damals für weniger eifrige Mitglieder auch

eine Pflichtfeuerwehr; die dieser Gruppe zugeordneten Männer mussten mit dem Gendarmen ausrucken und exerzieren.

Diese letztere Aussage des Josef Kaim kann durch ein Aktenstuck belegt werden Dortheißt es:

(…3Namen) werden hiermit aufgefordert die in Handen habende

Uniformjache dem... Ruß auszuhändigen, da Genannte in Folge ihres mangelhaften

Pflichteifers und Nichterscheinens bei Übungen im vorigen Jahre hiermit von der

freiw. Feuerwehr ausgeschlossen sind und der Pflichtfeuerwehr überwiesen wurden

 

Reichmannsdorf d. 22. IX 1889

Der Kommandant der freiw. Feuerwehr

K. Matti

Hauptmann.

 

Während der Dauer des Ersten Weltkrieges wurden fast alle unsere Feuerwehr-kameraden zu den Waffen gerufen; kaum einer konnte zu Hause bleiben Viele ließen

ihr Leben im Kampf für die Heimat. Aber schon im Jahre 1919 zähle unsere Wehr

wieder 77 Mitglieder, die sich freiwillig dem Schutze von Hab und Gut der Allgemeinheit widmeten.

Noch in diesem 1. Nachkriegsjahr 1919 mussten unsere Männer ihren Mut, ihre Einsatzbereitschaft und ihre Schlagkraft beweisen.

Am 4.Adventssonntag dieses Jahres brach nämlich abends gegen 4 Uhr 30 im Schlosshof Feuer aus. Es nahm seinen Anfang im Pferdestall und griff sehr schnell auf die nahean der Kirche gelegenen Gebäude, die zum Schloß gehörten, über. So entstand einGroßbrand, der auch die umliegenden Baulichkeiten, vor allem die Kirche, bedrohte.

Innerhalb weniger Stunden wurde ein Großteil des Schloßhofes eingeäschert.

Ein Übergreifen auf andere Gebäude konnte nur mit knapper Not und dem Einsatz

aller Mittel verhindert werden, was in erster Linie den Männern unserer Wehr zu verdanken war.

Mit dem Beginn des "tausendjährigen Reiches“ musste sich auch zwangsweise einiges beiunserer Wehr ändern; sie wurde "von Amts wegen“ und "von innen her" reorganisiert.

 

 

Im Protokoll vom 30. 1.1934 lesen wir, dass Sigmund Hirnheimer, ein Jude, der das Amt

des Kassiers und Schriftführers fast 30 Jahre innehatte, sein Amt" zur Verfügung stellt"

Bezeichnenderweise endet dasselbe Protokoll mit den Worten. ".. Wer das nicht verstehen will hat auch keinen Platz im neuen Deutschland.. Nach einem begeistert

aufgenommenen Sieg Heil,' und dem Gesang der 1. Strophe des Horst- Wessel-Liedes Schloss der neue Vorstand die anregend verlaufene Versammlung.

Ähnlich endet das Protokoll vom 23. 1935: "Mit einem "Sieg Heil, auf Volk und Führer

schließt die Versammlung.

In diese Zeit fallt aber auch einer der Hohepunkte in der Geschichte unserer Wehr

Man zeigte auch nach außen hin ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl und schaffte die bis heute im Gebrauch stehende Standarte an. Der langjährige Kommandant

unserer Wehr und gleichzeitige Kreisbrandmeister Michael Hemmerlein schreibt im

Juni 1934 ins Protokollbuch.

"Es wird hiermit nachgetragen, dass Reichmannsdorf sich eine neue Feuerwehr-Standarte anschaffte, welche nur aus freiwilligen Spenden bezahlt wurde Die freiwilligenGaben wurden von Kaiser Peter und Georg Werner zusammengetragen. Die Standartewurde unter Kommandant Michl Hemmerlein angeschafft und von der Firma PierronBambeg, zum Preis von 120, geliefert Sie wurde mit der damals neu angeschafftenKriegerfahne im Juni 1934 zusammen durch Kuratus Lorenz geweiht

Als 1939 der Zweite Weltkrieg ausbrach, wurden wiederum fast alle unsere Wehrmänner zu den Waffen gerufen; für viele war auch dieser Krieg ein Abschied für immernach Kriegsende baute ein kleines Häußlein.

Unentwegter die Wehr ganz neu auf Junge Nachwuchskrafte wurden von den "Alten" herangebildet; ihre Ideale wurden auf

die Jugend übertragen; ihre Arbeit ermöglichte ein rasches Wiederaufbauen unserer

Wehr.

Schon 1947 hatten wir wieder 65 Mitglieder zu verzeichnen, 1954 gar 86; heute

zahlt die Freiw. Feuerwehr Reichmannsdorf 94 inaktive und aktive Mitglieder.

In das Jahr 1965 fiel einer der größten Hohepunkte unserer Wehr seit ihrem Bestehen.

Die zuständigen Männer des Landkreises überließen unserer Gemeinde, und damit

unserer Wehr als Organisator, die Ausrichtung des 1. Kreisfeuerwehrtages am 19.und20. Juni Wir waren uns dieser Ehre bewufst und verbanden mit diesem Tag auch gleichzeitig drei vereinsinterne Anlasse

 

Die Einweihung unseres neuerbauten Feuerwehr-Geratehauses

die Weihe unserer Motorspritze und nicht zuletzt

die Weihe unserer neugeschaffenen Fahne.

 

Mit ihr zeigen wir nach außen hin unsere Ideale, die da heißen: Gott zur Ehr, dem

Nächsten zur Wehr”

 

aus der Festschrift von 1905 von Herrn Rudolf Sandel) mb

 

45 Vereine hatten ihr Kommen zum 1. Kreisfeuerwehrtag in Reichmannsdorf zugesagt.

Beim Festkommers, zu dem der patenverein und zahlreiche Ehrengaste erschienen waren, wurden auch verdiente Mitglieder gehrt Für 50jahrige Mitgliedschaft

wurden Josef Kaim, Johann Bauernfeind, Nikolaus Wellein und Adam Litz ausgezeichnet. Um Mitternacht versammelten sich die Festteilnehmer vor dem Ehrenmal an derKirche zum Großen Zapfenstreich Bereits am Sonntagmorgen waren 25 Wehren zumFestgottesdienst anwesend. Unter der Schirmherrschaft von Oberst aD. AlfredSachenbacher von Schrottenberg feierte die Reichmannsdorfer Wehr ein prachtiges Fest. 

Die damalige Fahnenbraut war dessen Tochter Christine

Im Jahre 1966 wurde der historische Spritzenwagen von Herrn Oberst a D

Sachenbacher v Schrottenberg in Gewahrsam (Leihgabe) genommen. Heute sind wir

der Familie von Schrottenberg dafir Zu Dank verpflichtet, dass die Spritze bis 1997 in

der Scheune sicher und trocken untergestellt war Sonst wäre sie vielleicht nicht mehr

vorhanden oder in einem Zustand, der eine Reparatur nicht mehr zugelassen hatte.

Schon damals gab es in Reichmannsdorf die Feuerschutzabgabe. Im Jahre 1968 betrug

der Beitrag 50 Pfennige pro Monat. Auf der Versammlung im Jahre 1969 erhöhte man

diese jedoch erheblich. 12 Mark waren zu bezahlen Für die aktiven Feuerwehrleute

galt: Wer außerhalb der Versammlungen nicht mindestens 4 Übungen der Wehr be

sucht, muss die Abgabe bezahlen Wer nicht freiwillig zahlt, wird rechnen müssen, dass

eine Zwangseintreibung erfolgt.

In dieser Zeit waren 5 Gruppen in Reichmannsdorf aktiv Immer wieder wurde jedoch

auf den Versammlungen und in Gesprächen mit der Gemeinde das Löschwasserproblemvor allem im Winter angesprochen.

Am 22. Februar 1970 brannte gegen 17.00 Uhr die Scheune und das Brauhaus der

Schlosswirtschaft Schon 7 Minuten nach Entdeckung des Brandes war unsere Wehr im

Einsatz und konnte die angrenzenden Hauser schützen und den Brandherd bekämpfen.

Besonders umsichtig handelten die Gebrüder Stark, die sofort auf dem Dach des Brauhauses die Ziegeln entfernten, um die Wassermassen wirksam eindringen zu lassen

(aus dem damaligen Zeitungsbericht)

Die Scheune. einschließlich Vorrate und landwirtschaftliche Maschinen fielen den Flammen zum Opfer

In diesem Jahr wurde auch die Damengruppe gegründet Im Januar 1971 bekamen dieweiblichen Aktiven aus den Händen des damaligen Landrates Otto Neukum das Leistungsabzeichen in Bronze überreicht Die Reichmannsdorfer Damengruppe war dieerste in 142 Gemeinden, die ein Leistungszeichen im Landkreis Bamberg abgelegthatte.

 

1971 feierte unsere Wehr unter der Schirmherrschat von Landrat Neukum ihr 100 Jähriges Gründungsfest Die Patenschaft hatte die FFW Elsendorf übernommen 48 Vereine zogen, begleitet von drei Musikkapellen durch das festlich geschmückte Dorf

Im Jahre 1972 starb der langjährige Vorstand Moritz Wagner. Sein Amt mute bis zu

den Neuwahlen Andreas Backert kommissarisch weiterfuhren. Im Jahre 1973 erklartesich Karl Limmer bereit, dieses Amt zu übernehmen.

Obwohl Reichmannsdorf im Jahre 1974 mit 6 Gruppen bei der Leistungsprüfung an

der Spitze im Landkreis stand, war die Handlungsmöglichkeit wegen fehlender Wasserstellen ziemlich eingeschränkt Deshalb beschloss man seitens der Gemeinde, dendamaligen Ständer am Schloss auszubaggern Dies sollte im Brandfall wenigstens eineNotlosung sein.

Mit dem Bau des SCR Sportgeländes und der anstehenden Erweiterung des Baugebietes ergab sich eine neue Losung.

Ein Löschwasserbehalter wurde auf dem Gelände

des SC Reichmannsdorf errichtet, gespeist aus den Brunnen des Vereins, der die fehlende Löschwassermenge am Schmiedeberg ausgleichen sollte

1982 feierte die FFW Reichmannsdorf ihr 110 jahriges Bestehen. Zu diesen Feierlichkeiten wurde auch das Feuerwehrgerätehaus von der Stadt Schlüsselfeld renoviert.

Ein erfolg gelang in diesem Jahr unserer Damengruppe Sie legten das Leistungsabzeichen, Gold-Blau mit Erfolg ab Dazu erhielten sie auch von Oberbürgermeister PaulRohner ein Anerkennungsschreiben

Zur Verbesserung der Ausrüstung kaufte sich die Wehr im Jahre 1987 einen Schlauchwagen von der FFW Thungfeld

 

Geschichte ab 1990

 

Nachdem sich 1990 Andres Backert nicht mehr für das Amt des 1. Kommandanten zur

Verfügung stellte, erklarte sich Reinhold Hofmann bereit, diese Aufgabe zu übernehmen.

In Zusammenarbeit mit der Vorstandschaft unter der Führung von Richard Fuchs

wurden in den folgenden Jahren das vereinsleben durch Grillfest, Ausflüge, Weinfahrten,

Fahrten ins Blaue und Radfahrtage gepflegt.

Im Jahre 1992 gründete man durch Mitgliederbeschluss einen Feuerwehrverein Grund

für diese Maßnahme war, dass die aus dem aktiven Dienst ausscheidenden Feuerwehrkameraden auch weiterhin zur Feuerwehr gehören sollten. Man beschloss damals einen Mitgliedsbeitrag von fünf Mark Inzwischen hat unser Feuerwehrverein 85 Mitglieder

Durch theoretische und praktische Unterweisungen und die regelmäßige Teilnahme

an den Leistungsprüfungen wurde die Einsatzfähigkeit und Schlagkraft der Wehr Trainiert

Gott sei Dank wurden wir in den vergangenen Jahren von größerem Brandschäden

und Unglücken verschont, so dass lediglich einige kleinere Einsatze anfielen

1994 schied der langjährige 1 und 2. Kommandant Andreas Backert aus Altersgründenaus dem aktiven Dienst aus angesichts seiner langen ehrenamtlichen Dienstzeit fürdie Wehr entschloss sich die Vorstandschaft, ihn zum Ehrenkommandanten zu ehren. Sein Nachfolger im Amt des zweiten Kommandanten wurde Thomas Reheuser.

Seit 1994 haben wir in der Wehr den Posten des Jugendwarts eingeführt Otmar

Söllmann stellte sich für dieses wichtige Amt zur Verfügung unterstutzend zur

Seite steht zur Zeit Jochen Stark Beide versuchen mit Engagement und großer Ausdauer, den Jugendlichen die Grundbegriffe des Feuerwehrdienstes nahe zu bringen undihnen Spaß und Freude zu vermitteln, indem sie an Wettkämpfen teilnehmen oder

gesellige Veranstaltungen durchfuhren Hohepunkt ihrer Arbeit war zweifelsohne die

Ablegung der Bayerischen Jugendspange im Jahre 1996. Da in der Jugend die Grundlage für die künftige Schlagkraft der Wehr liegt, kann man nur wünschen, dass die Arbeit

weiterhin erfolgreich und zielorientiert verlauft und allen Spaß macht.

 

Das große Jubiläum vor Augen, machte sich die damalige Vorstandschaft bereits vor

drei Jahren Gedanken über die Gestaltung Auf einer Mitgliederversammlung entschied man sich schließlich für einen größeren Festrahmen.

Rechtzeitig zum Fest erinnerte man sich auch an den alten Spritzenwagen und holte

ihn aus der von Schrrottenberg` schen Scheune. Fleißige Hände und große Könner

restaurierten in wochenlanger und sehr mühsamer Arbeit die teilweise brüchige Spritze Besonders muss an dieser Stelle Richard Fuchs für die Schmiedearbeiten, OttoKübrich für die Holzreparaturen und Georg Kübrich für die Malerarbeiten gedankt werden.

Dank gilt auch allen sonstigen Helfern, die zufällig vorbeikamen und bereit-

willig mithalfen. Heute präsentiert sich die historische Spritze in altem Glanz und

findet allseits Bewunderung

Renovierungsarbeiten wurden auch am Gerätehaus durchgeführt So bekam das Haus

einen neuen Außenanstrich, das Tor wurde erneuert und das bereits undichte Dach inEigenleistung ausgebessert

Allen Gasten, Freunden und Gönnern und allen anwesenden Vereinsangehörigen wünschen wir einen schönen Festverlauf.

Möge das Fest allen noch lange in positiver Erinnerung bleiben und in die Geschichte

unserer Wehr als ein glanzvoller Hohepunkt eingehen!

Gott zur Ehr. dem Nächsten zur Wehr

 

Quelle: Festzeitung (1997) - Auf Schreibfehler keine Haftung! 
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